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Wie alles begann Verteidiger des Friedens
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Einst Armbrust- und Bogenschützen, heute ein moderner Verein
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Auszug aus der HZ Von Birgit Kimpel
aus dem Jahre 2002
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Bad Hersfeld. Obwohl sich der Schießsport in seiner heutigen Form erst seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts so entwickelt
hat, gehört er zweifellos zu den ältesten Sport- arten der Menschheit. Als ein Schützenverein mit einer langen Tradition, dessen Geschichte über 750 Jahre
zurückgeht, präsendiert sich dieser Tage die Hersfelder Schützengilde. Sie ist nicht nur der älteste Verein der Kreisstadt, sondern auch einer der ältesten in ganz Deutschland.
Denn als sich spätestens im 13. Jahrhundert die Stadt
Hersfeld aus der Abteigewalt gelöst und ausgerüstet mit allerlei Privilegien auf eigene Füße gestellt hat, galt es, diese errungene Selbständigkeit auch zu behaupten. Der Feinde gab es mehr als genug. So war es denn
natürlich, dass die Bürgerschaft wohl vertraut mit der Waffenführung war und sich in ihr bald eine Schützengilde bildete. Die Chronik berichtet bereits aus dem Jahre 1252 von einem Aufzug der Armbrustschützen, jenes
Datum, das 750 Jahre später der Anlass zu einer grossen Jubiläumsfeier ist.
Schon damals dienten die Aufzüge zu großen Volksfesten. Aber auch in Zeiten der Gefahr wußten die Hersfelder Armbrustschützen mit der Waffe vortrefflich umzugehen. Vitalisnacht: Schützen gegen anstürmende Ritter Als im Jahre 1378 am 28. April in der Vitalisnacht die mit dem Abt verbundenen Ritter die Stadt überfielen, wurden sie hauptsächlich durch die Armbrustschützen
abgewiesen. Noch heute gibt die am Rathaus aufgehängte Sturmhaube des kühnsten der anstürmenden Ritter, Eberhard von Engern, Zeugnis von dem Meisterschuss eines Hersfelder Armbrustschützen.
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Im Laufe der Jahrhunderte wechselten Armbrüste gegen Feuerbüchsen und Pistolen, wurden Schützenkompagnien zur Landesverteidigung ausgebildet und wieder abgeschafft, der Schießsport verboten und
wiederbelebt. Königsketten, Dokumente, aber auch Schießscheiben belegen Zeitgeisterscheinungen und sportliche Entwicklungen. Heute können die Schützen in Frieden schießen. Aus der Sehne des Bogens ist der
Pressluftkompressor für das Luftgewehr geworden. Gefragt ist jedoch immer noch die Zielsicherheit des Schützen und der Zusammenhalt in seiner Gilde.
Beides dokumentiert der Jubiläumsverein, wenn er sich bei vielen gesellschaftlichen Ereignissen in seinen grünen Röcken präsentiert. Und dass er sich mitten im Geschehen Hersfelds bewegt, zeigt er jedes Jahr,
wenn er seinen neuen König abholt und mit ihm durch die Stadt marschiert.
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Eine moderne Schießanlage im Hersfelder Jägersgraben bietet allen Aktiven auf zehn Luftgewehr-, acht Kleinkaliber- und fünf Pistolenständen gute Möglichkeiten. Dieses Schützenhaus wurde vor 90 Jahren
von den Mitgliedern in Eigenleistung gebaut. Ein großer Teil der Aktivitäten der Jubiläums-Gilde liegt auf geselliger Ebene. Hier wiederum steht
der enge Kontakt zu den Partnerschafts-Vereinen wie der Schwarzenbeker Schützengilde, dem SV Niederaula, dem SV Rittmannshausen und den Bürgerschützen Bad Salzungen mit an erster Stelle. Die Teilnahme am heimischen
Lullusfest ist seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit für die Hersfelder Schützengilde. Das Königsschießen und das Kreisschützenfest gelten alljährlich als Mittelpunkt im Vereinsleben.
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Begehrt: Seit dem 14. Jahrhundert wurde der beste Schütze alljährlich mit dem “Kleinod”, einem silbernen Ehrenschild, geschmückt.
Heute ist dieses wertvolle Stück nur noch im Museum der Stadt Bad Hersfeld zu besichtigen.
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